Wie gelangt der Müll ins Meer?

Aktualisiert: 5. Juli 2019

Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben inzwischen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe. Der Plastikmüll in unserem Meer ist weltweit zu einem großen Problem geworden. Der Müll kann vielen Tierarten gefährlich werden, da Tiere, wie Vögel und Meeresschildkröten den Müll häufig mit Nahrung verwechseln. Darüber hinaus kann sich Plastik in der Natur kaum und nur nach Jahrzehnten und Jahrhunderten zersetzen, was wiederum bedeutet, dass sich immer mehr ansammelt.


Weiterhin gibt es große Mengen winziger Plastikteile im Meer, welches Mikroplastik genannt wird. Die Teilchen entstehen, wenn größere Plastikstücke zerfallen. Manchmal sind sie auch als Zusatzstoffe in Kosmetik und anderen Produkten, wie Peelings enthalten. Mikroplastik wird von Meereslebewesen, wie Muscheln aufgenommen; so können die Teilchen in die Nahrungskette gelangen – und schließlich auch in die Mägen von uns Menschen.


Doch woher stammt der Müll, und was können wir dagegen tun?

Woher stammt der Müll?


Der Müll gelangt auf verschiedene Wege ins Meer. Ein großer Teil stammt von Schiffen, zum Beispiel aus der Fischerei. Dort geht Ausrüstung verloren, Netze, Seile und Transportkisten. Leider wird Abfall aber teilweise auch absichtlich über Bord geworfen, obwohl dies natürlich verboten ist.


Ein Teil des Mülls stammt von Land. Wenn der Abfall nicht richtig entsorgt wird, kann er ins Meer geweht werden oder er gelangt mit dem Regen in Bäche und Flüsse und anschließend ins Meer. Auf diese Weise gelangen auch Folien und Netze aus der Landwirtschaft dorthin.


Und auch die winzigen Mikroplastik-Teile stammen oft vom Land. Sie werden zum Beispiel mit Kosmetikprodukten ins Abwasser gespült. Aber auch beim Waschen von Textilien aus Kunststoff gelangen winzige Plastikfaser in das Wasser.

Was können wir tun?


Gegen die Vermüllung hilft vor allem der richtige Umgang mit Abfällen. Achte immer darauf, Abfälle in Mülltonnen zu entsorgen. Wie du deinen Müll richtig trennst, erfährst du in unserem Beitrag: Mülltrennung - Wie trenne Ich richtig? Durch die Mülltrennung gelangt der Müll nicht in unsere Umwelt und kann somit nicht in Flüsse, Seen oder ins Meer gespült werden. Am besten ist es natürlich, überflüssige Plastikverpackungen von vorneherein zu vermeiden. Denn Abfall der nicht entsteht, kann auch nicht im Meer landen. Auch dafür findest du Tipps in unserem Beitrag: Zero Waste - 20 Tipps, wie du Müll im Alltag vermeiden kannst.


Außerdem kannst du auf Kosmetikprodukte, wie Peelings verzichten, die Mikroplastik enthalten. Die kostenlose App ,,CodeCheck'' kann bei deinem Einkauf helfen. Mit der App kannst du den Strichcode auf den Verpackungen scannen. Dir wird dann angezeigt, ob das Produkt Mikroplastik enthält.


Eins steht fest: Tun wir nichts dagegen, wird im Jahr 2050 mehr Plastik im Meer schwimmen als Fische. Wir müssen handeln!

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